Umbau und Sanierung Haus 2, Fördepromenade 30, 24944 Flensburg in ein Wellnesshotel mit 81 Zimmern

Hotel Das James

Sonwik, Flensburg

 

In dem ehemaligen denkmal geschützen Gebäude 2 des alten Marinestützpunkt Mürwik und dem neuen Stadtteil Sonwik, entsteht ein Wellnesshotel mit 81 Zimmern, mit eigenem Wellnessbereich, einem Innenpool, Außenpool und einem gesonderten Bereich für den Kids-Spa.

In dem früheren Marinegebäude waren ursprünglich eine Torpedoschule, ein Heizkraftwerk und diverse Büroräume der Marine untergebracht. Das gesamte Gebäude inkl. Erweiterungsbau wird nun in ein Hotel mit Wellnessbereich, Restaurants, Café, Tagungs- und Fitnessbereich umgebaut und saniert.

Der drei-teilige Baukörper besteht - wie die meisten Gebäude in Sonwik - aus einem lang gestreckten Mittelbau mit zwei Kopfbauten, dem Süd- und dem Nordflügel. Der Südflügel und der Mittelbau sind zwei-drei geschossig mit einem Dachgeschoss. Das alte Heizwerk im Norden bildet mit seiner hohen Traufe den optischen Schwerpunkt des Gebäudes. Eine Geschossigkeit ist bei diesem Gebäudeteil durch die hohen vertikalen durchgehenden Fensterbänder auf der Westseite sowie nahezu fensterlosen übrigen Fassaden nicht ablesbar.

In dem mittleren Teil wird im Erdgeschoss die Rezeption und Lobby sowie Restaurants mit Außenterrassen zur Fördepromenade und zum rückwertigen Hang zu finden sein. Im südlichen Teil befindet sich die Hotelverwaltung. Im alten Heizwerk im Norden sind auf den neuen geschossebenen ein zusätzliches À-la-carte Restaurant mit Küche, Tagungsräumen sowie Spa- Behandlungsflächen (mit Übergang - / - „Skywalk“ zum Neubau) untergebracht.

In dem Neubau befinden sich ein Kids-Spa, Saunen, Technikräume und Erholungsflächen sowie das Schwimmbad mit Außenterrasse.

Es sind Parkmöglichkeiten in Form einer Parkpallette im nordöstlichen Teil des Grundstückes vorgesehen.

Um den denkmalpflegerischen Anforderungen gerecht zu werden, ist die geplante Sanierung der vorhandenen Baustruktur in einer sehr reduzierten Form vorgesehen:

Entlang der Promenade am Mittelbau werden im 1. Obergeschoss Balkone angeordnet, die sich in Konstruktion und Materialität an den bereits in Sonwik vorhandenen Balkonen orientieren.

Im Bereich des Dachgeschosses werden die vorhandenen Gauben saniert und in ihrer Optik ebenfalls in Anlehnung an die vorhandenen Gauben in Sonwik gestaltet. Die Dachflächen der Kopfbauten erhalten zusätzliche Gauben, um die Belichtung dieser Geschosse zu unterstützen.

In der Mittelachse des Hauptbaukörpers wird im rückwärtigen Bereich ein Treppenturm analog zu den in Sonwik vorhandenen Treppentürmen aus Cortenstahl ergänzt. Der Baukörper erhält im 1. Obergeschoss über die gesamte Fassadenlänge eine Erweiterung in Form einer Wintergartenkonstruktion mit einer Aluminium-Posten-Riegel-Fassade in „Cortenstahl-Optik“. Auf der übrigen Flachdachfläche vor den Wintergärten werden Dachterrassen für die Hotelzimmer angelegt.

Der geplante neue Erweiterungsbau nördlich des Gebäudes 2 bildet eine städtebauliche Fortsetzung der Baustruktur entlang der Fördepromenade. Die nord-östlich parallel zum Kapitänshaus verlaufende Gebäudekante bildet in respektablem Abstand zum Kapitänshaus den Abschluss der Gebäudereihe. Zusammen mit dem Kapitänshaus bildet die Spitze des Gebäudes, vom Ostbektal ausgesehen, das Entree der Gebäude entlang der Promenade von Sonwik. Abgesetzt durch eine ca. 5 Meter breite Fuge zwischen Neubau und Bestand ordnet sich der neue Baukörper dem Gebäude 2 und hier vor allem dem Heizwerk architektonisch unter. Diese Wirkung wird durch den Verzicht auf etwaige Vorbauten, wie beispielsweise Balkone, sowie der Verwendung von Verblendsteinen in Anlehnung an das Fassadenmaterial des Bestands verstärkt. Die Aufnahme von gestalterischen Elementen aus der umliegenden Bebauung, wie beispielsweise die Neuinterpretation der vertikalen Fensterbänder des Heizwerkes und Kapitänshauses, fügen den Neubau in die Umgebung ein. Eine Verschattung der umliegenden Bauten durch den Neubau ist durch die nördliche Ausrichtung des Gebäudes, als auch durch den großen Abstand zur angrenzenden Bebauung ausgeschlossen.

Im nord-östlichen Bereich der alten Bunkeranlage entlang des Nordhanges ist ein Teilabriss dieser Anlage vorgesehen. Der künstlich aufgeschüttete Hang im Bereich der Bunkerrückwand wird wieder in seinen ursprünglichen Verlauf bzw. sein Gefälle zurückgeführt.

Die dreigeschossige Parkpalette mit 119 Stellplätzen für das Hotel wird vor den Hangfuß positioniert, so dass kein Eingriff in den natürlichen Hangverlauf stattfindet.

Die restliche Freifläche des Grundstückes wird als Platz mit Aufenthaltsqualität und Begrünung angelegt.

Die Parkpalette ist als natürlich belüftetes Gebäude konzipiert und besteht aus einer Stahlbeton- und Stahlkonstruktion mit einem extensiv begrünten Flachdach. Die Fassadenfelder werden gemäß Planung in Sichtbeton (Treppenhaus und erdberührende Brüstungselemente) oder mit brüstungshohen Metallgitterelementen in „Cortenstahl-Optik“ geschlossen, damit sich das Gebäude in seine Umgebung harmonisch einfügt.

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